Lexikon

Erschließung
Unter Erschließung sind alle baulichen Maßnahmen zu verstehen, die der Herstellung der Verkehrswege, der Versorgungsleitungen, wie Wasser, Strom, Gas, der Abwasserbeseitigung ( Kanal ), der Beleuchtung und der Herstellung von Grünanlagen dienen. Die Ausführung der Erschließung obliegt den Gemeinden. Die Gemeinde kann die Erschließungsanlagen selbst herstellen, jedoch auch an Unternehmen übergeben. Erschließt die Gemeinde selbst, beträgt der beitragsfähige Erschließungsaufwand höchstens 90 Prozent der Erschließungskosten. 10 Prozent muss die Gemeinde selbst tragen. Bei Übertragung der Erschließung auf ein Unternehmen kann vereinbart werden, das das Unternehmen die Kosten der beitragsfähigen wie auch der nichtbeitragsfähigen Erschließungsanlagen ganz oder teilweise übernimmt. Der Bauträger kann dann die Erschließungskosten in den Kaufverträgen mit den Erwerbern anteilig geltend machen.

Einheitswert
Der Einheitswert bezieht sich auf die Art des Grundstücks (Bewertungsgesetz) und wird auf der Grundlage des Einheitswertbescheides vom Finanzamt mitgeteilt. Er ist eine Rechengröße zur Ermittlung der Grundsteuer.

Flurnummer
Das Kataster ist in so genannte Katasterbezirke oder Gemarkungen eingeteilt. Die Gemarkung ist meist in Gemeindebezirke und in Flure gegliedert. Für jede Flur ist eine Flurkarte angelegt. Die Flur wiederum ist in Flurstücke aufgeteilt, die mit Flurnummern bezeichnet sind. Diese Flurstücksnummern entsprechen der Eintragung im Grundbuch. Die Gemarkung umfasst im topographischen Zusammenhang liegende Flurstücke.

Flächennutzungsplan
Der Flächennutzungsplan (der immer für das gesamte Gemeindegebiet gilt) gilt als vorbereitender Bauleitplan und gibt Auskunft über die zukünftige Bodennutzung auf der Grundlage der städtebaulichen Entwicklung.

Grunderwerbssteuer
Die Grunderwerbssteuer ist eine Art Umsatzsteuer für bebaute oder unbebaute Grundstücke oder Immobilien in Höhe von 3,5 % des Kaufpreises. Diese ist einmal nach Abschluss des notariellen Kaufvertrages fällig und allein vom Käufer der Immobilie zu zahlen.

Grundschuldbestellung
Grundschuld ist die Belastung eines Grundstückes oder einer Immobilie in der Form, dass an denjenigen zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, eine bestimmte Höhe einer Geldsumme aus dem Grundstück zu zahlen ist. Die Grundschuld gehört zu den Grundpfandrechten und wird normalerweise zur Absicherung eines Darlehens bestellt. Im Gegensatz zu einer Hypothek ist diese aber von der gesicherten Forderung unabhängig. Wird das Darlehen

zurückgezahlt, bleibt die Grundschuld trotzdem unverändert bestehen und kann später als Sicherheit für andere Darlehen verwendet werden.

Auflassungsvormerkung
Die Auflassungsvormerkung (in Abtlg. II des Grundbuches) dient der Sicherung des Anspruchs auf eine Eigentumsüberschreibung im Grundbuch. Diese wird vertraglich zu Gunsten des Käufers vereinbart und bewilligt. Nach Beurkundung des Kaufvertrages veranlasst der Notar diese Auflassungsvormerkung so schnell wie möglich im Grundbuch einzutragen. Nach dieser Eintragung kann der Verkäufer nur noch mit Zustimmung des Käufers über seine Immobilie verfügen. Einem zweiten Verkauf oder das beantragen eines Darlehens wird somit ein Riegel vorgeschoben.

Auflassung
Die Auflassung ist die Einigung zwischen einem Käufer und einem Verkäufer über die Eigentumsübertragung. Die Auflassung wird durch die Umschreibung auf den neuen Eigentümer im Grundbuch vollzogen.(§ 925 BGB)

Grundbuch
Beim Grundbuch handelt es sich um ein Register, in dem Immobilien und die an ihnen bestehenden Rechtsverhältnisse eingetragen sind. Das Grundbuch wird von Amtsgerichten in denen sich die jeweiligen Grundstücke befinden als lose Blattsammlung geführt.

Das Bestandsverzeichnis enthält alle katastermäßigen Angaben die nötig sind um ein Grundbuchblatt überhaupt anlegen zu können, wie Gemarkung, Flurnummer, Flurstücksnummer, Fläche, Nutzungsart.

Die Abteilung I gibt an die Eigentümer, sowie die Art des Erwerbs (Kauf, Erbe)

Die Abteilung II gibt an alle Lasten mit Ausnahme der Grundpfandrechte, also Dienstbarkeiten, Nießbrauch usw.

Die Abteilung III gibt an alle Grundpfandrechte wie Hypotheken, Grund oder Realschulden. Das Grundbuch kann von jedem nachvollziehbar Interessierten eingesehen werden (Erbe, Gläubiger, Käufer)

Hypothek
Das ist die Belastung eines Grundstücks in der Art, dass an denjenigen zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, eine bestimmte Summe zu zahlen ist, zur Erfüllung einer ihm zustehenden Geldforderung.

Sie gehört zu den Grundpfandrechten. Ihr Zweck ist die Absicherung einer Geldforderung. Anders als die Grundschuld ist diese eng mit der gesicherten Forderung verbunden. Verändert sich die Forderung hat dies unmittelbar Auswirkung auf die Hypothek, wird zum Beispiel das gesicherte Darlehen zurückgezahlt, ändert sich laut Gesetz dieses in eine Eigentümergrundschuld. Die Hypothek entsteht durch Einigung und Eintragung im Grundbuch.

Baunutzungsverordnung
BauNVO ist die abgekürzte Bezeichnung für die Verordnung über bauliche Nutzung von Grundstücken.